Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) ist eine protestantische Freikirche, deren Anfänge in
die Zeit um 1730 zurückreichen. Auf dem Hintergrund eines sittlichen und religiösen Tiefstandes im
damaligen England zeichneten sich der Glaube wie auch das diakonische und soziale Engagement
der Mitglieder scharf ab. Dieser christliche Lebensstil wurde als neue «Methode» des Christseins be-
zeichnet und trug der jungen Bewegung, an deren Spitze die Brüder John und Charles Wesley standen,
den Namen «Methodisten» ein.
Die Bewegung breitete sich zunächst rasch nach Nordamerika, später nach Kontinentaleuropa und
schliesslich, ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch in die Schweiz aus. Die heutige EMK
entstand schliesslich 1969 durch die Vereinigung der Evangelischen Gemeinschaft und der
Methodistenkirche, zweier Ströme mit derselben Quelle.
Methodistische Kirchen sind heute in über 100 Ländern der Erde zu finden. Ihnen gehören rund 70
Millionen Mitglieder und Freunde an (Freunde sind Personen, die aktiv am Gemeindeleben teilnehmen,
die aber nicht Mitglieder der Kirche sind). In der Schweiz und in Frankreich (mit Schwerpunkt Elsass)
bedienen rund 100 Pfarrer über 200 Predigtplätze und betreuen dabei etwa 15’000 Mitglieder und
Neben der Wortverkündigung und der Seelsorge engagiert sich die EMK in der Schweiz und in Frank-
reich sehr stark im diakonischen und sozialen Bereich (Kinder- und Jugendarbeit, Alters- und Kranken-
betreuung usw.), in der Äusseren Mission (mit den Schwerpunkten Afrika und Südamerika) und in der
Zusammenarbeit mit ihren Schwesterkirchen in Osteuropa.
Finanziell wird die EMK durch freiwillige Gaben ihrer Mitglieder und Freunde getragen. Sie erhält keine
direkte staatliche Unterstützung.
Mitglied dieser Kirche wird man weder durch Geburt noch durch Taufe. Wer ihr beitreten will, tut dies
aus einer freien, persönlichen Entscheidung heraus.
Grundlage der Lehre der EMK ist einzig und allein die Bibel. Deshalb sieht sie sich auch nicht als die
Kirche, sondern es ist ihr ein grosses Anliegen, in der regionalen und gesamtschweizerischen
Zusammenarbeit (in der Ökumene, in der Schweizerischen Evangelischen Allianz, in der Arbeitsge-
meinschaft christlicher Kirchen, im Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund usw.) mit allen
anderen christlichen Kirchen ein gemeinsames Zeugnis für die Liebe Jesu Christi abzulegen.
Dies hat auch wichtige Konsequenzen für uns in der Jungschar: Wenn Kinder zu uns kommen wollen,
setzen wir nicht eine Mitgliedschaft in der EMK voraus. Wir wollen auch nicht aus den Kindern
Methodisten machen. Unser Anliegen ist es, den Kindern Jesus Christus näher zu bringen und sie zu
einer freien, persönlichen Entscheidung für ihn zu ermuntern. Die EMK ist eine Möglichkeit, im
Anschluss an eine solche Entscheidung eine geistliche Heimat zu finden.